Wann beginnt eigentlich der Reitunterricht für Kinder?
Diese Frage wird den Betreibern von Reiterhöfen oft gestellt. Die Experten geben dazu folgende Ratschläge: Kinder sollten erst mit dem Reiten beginnen, wenn der Knochenbau es zulässt und sie schon alleine ihr Gleichgewicht halten können – das zeigt sich z.B. bei Gleichgewichtsübungen wie am Boden auf einem Bein stehen etc. Diese Phase beginnt mit 3-4 Jahren. Natürlich sollte ein Pferd der Größe des Kindes ungefähr entsprechen, und dabei sind Ponys zu empfehlen. Es gibt Reitschulen, die speziell für Kinder ab 3-4 Jahren einen Reitunterricht anbieten. Aber bei allem gilt: Nur wenn das Kind wirklich will und mit Spaß an die Sache geht. Anfangs reichen 10-15 Minuten völlig aus, und es sollten zunächst der Umgang mit den Tieren und Gleichgewichtsübungen auf dem Pferd im Vordergrund stehen. Denn diese stärken sowohl die Beckenmuskulatur als auch die Wirbelsäule. Während der Nachwuchs so die ersten Runden über den Reitplatz oder die umgebende Natur geführt wird, können die Eltern natürlich
ganz in der Nähe bleiben oder aber auf dem einen Kaffee trinken.
Das so genannte Longieren/ der Longenunterricht steht dann ab dem 4.-5. Lebensjahr auf dem Programm. Die Reitanfänger erlernen dabei den Grundsitz auf dem Pferd und verschiedene Bewegungsarten: Schritt, Trab und Galopp. Außerdem gewinnen die Kleinen auf diese Weise Vertrauen zu „ihrem” Pferd. Ein solches Longieren dauert etwa eine halbe Stunde. Mit 6 Jahren startet dann schließlich der eigentliche Anfängerunterricht im Abteilungsreiten. Je nach Lust und Können schließt sich dann mit ungefähr 8 Jahren der Unterricht für Fortgeschrittene an, weiterhin Springunterricht, Turniertraining, Voltigieren (Turnen auf einem an der Longe gehenden oder galoppierenden Pferd) und das Reiten ganzer Parcours.
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