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Die Tiere der Ostsee – Teil 2

FK-Autor1 3. Juni 2011

Unter falschem Namen – Die Ohrenqualle
Dieser Name ist völlig irreführend, denn mit dem menschlichen Ohr hat dieses Quallentier so gar nichts zu tun: weder macht sie Geräusche, die wir hören können, noch hat sie Ähnlichkeit mit einem Ohr… Dafür zählt sie zur Gattung der Nesseltiere und kommt außer an der Ostseeküste in fast in allen Ozeanen vor – wenn es nicht zu kalt ist. Die Ohrenqualle hat einen flach gewölbten Schirm, der ca. 20–30 Zentimeter groß ist und vier rotbraune, ringförmige Organe sowie vier nach unten hängende, bräunliche Mundarme besitzt.
Quallen können schwimmen, indem sie sich zusammenziehen und nach dem Rückstoßprinzip gleichzeitig Wasser nach unten ausstoßen. Mit dieser Technik können sie bis zu zehn Kilometer pro Stunde zurücklegen. Oft lassen sie sich jedoch auch einfach mit der Strömung treiben. Durch den Wind entstehen manchmal große Quallenhaufen, die eine Länge von bis zu 40 km Länge erreichen können. Ohrenquallen sind übrigens ungefährlich, da ihre Nesselkapseln die menschliche Haut nicht durchdringen können.

Die schmecken doch nicht! – Stichlinge
Manchmal kommen diese kleinen Meeresbewohner an den Ostseestrand, oft sind sie im Flachwasserbereich von kleinen Bootshäfen und unter Seebrücken zu entdecken. Auch so mancher Angler hat mit ihnen die ersten Erfahrungen gesammelt. Stichlinge leben sowohl im Salz- als auch im Süßwasser und ernähren sich hauptsächlich von Kleintieren. Die flinken Schwimmer selbst sind als Mahlzeit wiederum für Raubfische wie Hechte und fischfressende Vögel interessant. Als Speisefisch für uns Menschen waren sie aufgrund ihrer mangelnden Größe immer unbedeutend – gegessen wurden sie nur, wenn es einmal nichts anderes gab.

Gute Sportler – Herzmuscheln springen weiter
Diese Tiere lieben Sand- und Schlickböden. Und wir Menschen lieben wiederum Herzmuscheln: Fast alle Arten von ihnen sind essbar und werden deshalb intensiv befischt. Ihre Schalen können außerdem zur Herstellung von Ziergegenständen und Spielzeug, früher auch zur Gewinnung von Kalk verwendet werden. Eine Besonderheit: Herzmuscheln können sogar bis zu 50 cm weit springen! Dazu krümmen sie ihre Fußspitze hakig ein, stemmen sich gegen den Boden und werden durch eine plötzliche Muskelstreckung fortgeschnellt.

In der Ostsee leben zwei größere und vier kleinere der weltweit etwa 200 Herzmuschelarten. Jungtiere werden manchmal in riesigen Mengen bis fast 40.000 Exemplaren pro Quadratmeter Meeresboden gesichtet – kein Wunder also, dass sie zu den beliebtesten Strandmitbringseln gehören.

Kinder spielen gerne am Ostseestrand…

FK-Autor1 2. August 2009

Der sommerliche Strand bietet für Kinder jedes Jahr eine ganze Welt voll Spielvergnügen & Badespaß. Und das Strandvergnügen ist in Kühlungsborn an der Ostsee besonders erfreulich: Denn nicht nur das Badewasser hat hier wie an vielen Stränden Mecklenburg-Vorpommerns eine ausgezeichnete Qualität, auch die flachen, feinsandigen und meistens steinfreien Ostseestrände sind ein einziges großes Kinderparadies unter blauem Himmel & Sommersonne.

Zu den beliebtesten und immer wieder gerne gesehenen Kinderspielen gehört wohl das Buddeln, Graben und Bauen von Burgen, das Ziehen von künstlichen Wassergräben und Schaufeln von kleinen Löchern, in die dann wieder Ostseewasser gefüllt wird. Neben Kleckerburgen kann man Burgen auch mit der Kinderschaufel errichten, wobei dann ganz fachmännisch der aufgetürmte Sand mit der Schaufel festgeklopft wird. Auch die Erwachsenen haben übrigens in früheren Zeiten das Strandburgenbauen mit großem Eifer betrieben. In den Anfängen des Bäderlebens nämlich, als man solche Sandburgen in Erwachsenengröße baute, und sich möglichst den Respekt der anderen Badegäste zu verdienen und das eigene Revier zu markieren.

Andere Tätigkeiten aus der sommerlichen Strand-Hitparade: mit Wasser spritzen und Planschen, mit Taucherbrille und Schnorchel untertauchen, die Ostseewellen, aufhalten indem man sich einfach dagegen stemmt, Wasserball, Muscheln suchen, Feuersteine oder Hühnergötter finden, Murmelbahnrennen, in den Sands schreiben oder malen, Papa einbuddeln, Ostseealgen auf Mutters Badetuch zum Trocken auslegen…