Informationen ber 'mecklenburg-vorpommern'

Im Museum sind die Kinder los…

FK-Autor1 16. Januar 2010

Nach dem Sommer ist vor dem Sommer. Aber dazwischen liegen ein paar Wochen und Monate, in denen es man sich lieber drinnen als draußen gemütlich macht. Allerdings können Kinder auch bei Schmuddelwetter die Natur erforschen! Moderne Museen in Meck-Pomm laden Kinder und Erwachsene zu einer Expedition durch die Natur ein. Beliebt und bekannt bei Jung und Alt sind das Ozeaneum in Stralsund sowie das Müritzeum in Waren. Im Experimentarium im Ostseeheilbad Zingst wird der Wissensdurst der kleinen Forscher durch Ausprobieren gestillt. Und im Museum zur Stadtgeschichte von Bad Doberan darf man ”merkwürdige” Gegenstände aus dem 18. und 19. Jahrhundert begutachten: Gemälde, medizinische Geräte, Zier- und Gebrauchsgegenstände, Mobiliar, Reiseutensilien, Gepäckstücke, Kleidung und Bademoden. Sie machen sichtbar, wie das sommerliche Strandleben an der Ostsee in früheren Zeiten ausgesehen hat.

Wie groß werden eigentlich Weihnachtsbäume in Mecklenburg-Vorpommern?!

FK-Autor1 16. Dezember 2009

Der klassische Weihnachtsbaum in Mecklenburg-Vorpommern misst um die zwei bis zweieinhalb Meter und ist zur richtigen Zeit als Nordmanntanne in vielen Haushalten zu finden. Stimmt so nicht, würde Harald Ringstorff wahrscheinlich widersprechen: Denn seine Weihnachtsbäume kämpfen bereits in einer anderen Gewichtsklasse. In seiner Eigenschaft als Ministerpräsident von M-V und Bundesratspräsident stiftete er zu Weihnachten 2006 den traditionellen Baum für den Bundesrat in Berlin. Eine 35 Jahre alte Küstentanne, verbürgte Größe: stattliche 9 Meter. Grüne Riesen kommen also nicht nur aus fernen Ländern, sondern eben auch aus den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns. Doch das ist nur ein erster Hinweis.

Noch schwereres Gerät in Form von Tiefladern und Kränen müssten die Waldarbeiter auffahren, wenn sie eine Nadelsorte exotischen Ursprungs im Visier hätten: Bei Parchim-Sonnenberg im Revier Kiekindemark stehen Douglasien, die bis zu 56 Meter hoch werden können. Und die wohl prominentesten Mammutbäume unserer Region findet man bei Crivitz im Forstamt Gädebehn. Ganz friedlich wachsen seit nun stolzen 128 Jahren „Adam & Eva“ in den Himmel über M-V und messen 37 sowie 40 Meter. Gepflanzt durch den damaligen Gutsförster Heinrich Hagge und heute mit einer Borke von bis zu 60 cm ausgestattet. Möglich sind bei den amerikanischen Mammutbäumen im Übrigen mehr als 110 Meter und ein Alter von ca. 3.000 Jahren. In Gädebehn rechnet man mit 500 Jahren und maximal 50 Metern. Als klassische Weihnachtsbäume ist die Sorte „Sequoiadendron giganteum“ aber zu vernach-lässigen, denn dieser Trend ist in heimischen Haushalten noch recht jung und muss sich erst bewähren…

Der traditionelle Baum des größten Weihnachtsmarktes im Norden kommt natürlich jedes Jahr aus dem Rostocker Revier. Alle Weihnachtsmarktbesucher treffen dann in Sichtweite des Kröpeliner Tors in der Hansestadt Rostock auf eine stattliche norddeutsche Fichte von ca. 15 -20 Metern Länge. In der Rostocker Heide wachsen Kiefern- und Fichtenarten als einheimische Sorten. Ihre maximale Höhe von etwa 38 Metern verhält sich dabei aber sehr diplomatisch gegenüber den schon erwähnten exotischen Verwandten.

Kinder, bald nun wird´s was geben! Weihnachtsmärkte an der Ostsee

FK-Autor1 19. November 2009

Pünktlich zum ersten Advent am 29. November öffnen zahlreiche Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern ihre Pforten. Leuchtende Straßen, kunsthandwerkliche Stände, abwechslungsreiche Programme und einheimische Spezialitäten verbreiten dann wieder eine festliche Stimmung, die viele Gäste in den Nordosten lockt. Einen Mix aus traditionellen Bräuchen und modernen Einflüssen bieten die Weihnachtsmärkte der größeren Städte bis kurz vor die Feiertage und manchmal auch darüber hinaus. In vielen Seebädern und auf Gutshöfen finden die Besucher eher Ursprüngliches und Liebevolles.  Bis zu 1,5 Millionen Gäste aus Deutschland, Skandinavien und dem Baltikum werden in diesem Jahr erwartet.

Traditionell startet der größte Weihnachtsmarkt Norddeutschlands in der Hansestadt Rostock mit der Ankunft des Weihnachtsmannes im Stadthafen und mit der Frage, welches Gefährt ihn in diesem Jahr zur Märchenschlossbühne bringen wird. Der Rostocker Weihnachtmarkt mit einer Gesamtlänge von 3,5 Kilometer erwartet seine Besucher vom 26. November bis 22. Dezember 2009 mit Kinderkarussells aus Omas Zeiten, prächtig geschmückten Verkaufsständen und Glühweinpartys. In den Adventswochen können die Besucher zwischen Neuem Markt und Kröpeliner Tor regionale und exotische Köstlichkeiten genießen. Rund 300 Schausteller und Markthändler aus fast allen Bundesländern, Schweden, Finnland und dem Baltikum präsentieren sich mit ihren Spezialitäten. Die Märchenschlossbühne erwartet kleine Besucher täglich mit Kinderprogrammen, dem Öffnen der Türchen am großen Adventskalender und der Weihnachtsmann-Sprechstunde. An jedem Samstag und Sonntag lässt sie Groß und Klein in die wunderbare Welt der Märchen eintauchen.
Der historische Weihnachtsmarkt „An der Hege” neben dem Rathaus lässt altes Handwerk wieder lebendig werden. Besucher können einen Wahrsager in ihre Zukunft blicken lassen, einem Schmied oder einem Tischler bei der Arbeit zusehen, mit dem Holzschnitzer oder dem Gewandschneider handeln oder einfach nur über die Werke von Silberschmied, Töpfer, Kunstmaler, Wollspinnerin oder Ledermaskenbildner staunen. Die historische Gastronomie wird von mittelalterlicher Musik und Schauspiel umrahmt. Feuerschalen und Fackeln verbreiten eine besinnliche und feierliche Stimmung. Im Rostocker Seebad Warnemünde kommt der Weihnachtsmann am 24. Dezember mit dem Seenotkreuzer und macht in der Höhe des Fischmarktes fest. Für die Kinder bringt er kleine Überraschungen mit, während die Eltern den Shantys der „De Klaashahns” lauschen.
Weitere Informationen: www.rostocker-weihnachtsmarkt.de, www.auf-nach-mv.de

Schnupperpreis in Mecklenburg-Vorpommerns Jugendherbergen

FK-Autor1 26. Oktober 2009

Bereits im letzten Winter ist es auf gute Nachfrage gestoßen und wird deshalb jetzt wieder aufgelegt: An allen Wochenenden von November bis März heißt es in den Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern „zwei gleich eins”, denn zwei Übernachtungen mit Halbpension kosten dann nur so viel wie sonst eine Übernachtung mit Halbpension. So gibt es ein Wochenende mit Halbpension für eine Person z.B. in der Jugendherberge Barth schon ab 21,80 Euro. Das Angebot verfügt über ein begrenztes Kontingent und ist buchbar je nach Verfügbarkeit. Mit dem Schnupperangebot können sich alle, deren letzter Besuch in einer Jugendherberge schon lange zurückliegt, vom heutigen Standard selbst überzeugen. Informationen zu allen Häusern sowie Buchungsmöglichkeiten finden sich auch online auf www.jugendherbergen-mv.de.

Mit 26 Jugendherbergen, einem Jugendzeltplatz, ca. 430.000 Übernachtungen im Jahr und ca. 250 Beschäftigten ist der DJH-Landesverband der größte Jugendtourismusanbieter in Mecklenburg-Vorpommern. Die Jugendherbergen sind Teil einer weltumspannenden Idee, die mit über 4.000 Häusern in mehr als 80 Ländern für Begegnung, Austausch, Toleranz und Verständigung steht.

 

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Ist Mecklenburg-Vorpommern die kinderfreundlichste Region?

FK-Autor1 23. Oktober 2009

M-V ist ein klassisches Urlaubsland mit vielen Fans, die teilweise auch Mutter und Vater sind und deshalb ihre Familie mit in den Urlaub nehmen. Es tummeln sich also auch viele Kinder zwischen Ostseestrand und grünem Hinterland während der Sommer- oder Herbstferien. Doch wollen sie auch wieder kommen? Wieder kommen wollen sie ganz bestimmt nur, wenn es ihnen gefallen hat, denn die Lütten sind da wohl unbestechlich. Was bietet das Ostseeland also den Kleinsten? Kurz überlegt: Sandstrände und flache Ostseeufer, viele Sonnenstunden, außerdem Ruderboote und Eisdielen; eine nicht zu kleine Zahl an Flüssen, Seen und Kanälen, die man prima mit Faltbooten, Segelbooten oder sogar Hausbooten erkunden kann, nebenbei noch Angelfreuden und vom Schiff aus ins Wasser springen; außerdem gibt es Felder, Wiesen und Wälder, in denen man wandern, Rad fahren, auf Ponys reiten, herumtoben oder Drachen steigen lassen kann; man findet Wellnessoasen, Spaßbäder, Ostseetherme und Indoor-Abenteurspielplätze im Land; es gibt Grillabende, Piratenfeste, Bonbon-Läden und sogar Kinderbackstuben, in denen man mitmachen darf. Meck-Pomm hat den “Ferienkönig Gustav” erfunden, und außerdem gibt es besonders “Familienfreundliche Urlaubsorte”. Sogar Hügel und Berge finden sich im Ostseeland, auf denen Leuchttürme stehen und fantastische Ausblicke auf die nächsten Abenteuer bieten. Was wünschen sich kleine Seeräuber und Prinzessinnen da mehr..?

Das Landschulmuseum in Göldenitz

FK-Autor1 2. Oktober 2009

Das Landschulmuseum Göldenitz ist das tragende Schulmuseum im Land Mecklenburg-Vorpommern. Schulgeschichte wird in mehreren gesellschaftlichen Epochen in Ausstellung, Sammlung, Veröffentlichungen, Präsentation und Vermittlung angeboten. Das Museum ist eingebunden in die nationale wie internationale Gemeinschaft der Schulmuseen, pflegt sowohl nationale wie internationale Verbindungen zu vielen Schulmuseen der Europäischen Union.

Das spezielle Sammlungsgebiet des Landschulmuseums ist die Schulgeschichte in Mecklenburg und Vorpommern. Neben dem Bereich Schule im engeren Sinne schließt das bewahrte Kulturgut angrenzende Gebiete wie ländliches Leben, Familie, Organisationen, Arbeit, Freizeit mit ein. Schule betrifft jeden. Sie begegnet uns in einer entscheidenden Entwicklungsstufe und prägt unser ganzes Leben. Das Landschulmuseum widmet sich diesem Thema.

Öffnungszeiten:
April – Dezember: Di, Do, Sa von von 9:00 – 17:00 Uhr
Mai bis Oktober: zusätzlich Mi, Fr von 9:00 – 14:00 Uhr

Urlaub auf dem Hausboot – Zeit für Kids & Family

FK-Autor1 22. September 2009

Abenteur spielen oft am Wasser. Das war schon früher so, bei den Seeräubern, bei Schmugglern, bei Störtebeker, Tom Sawyer & Huckleberry Finn. Die alten Flussdampfer von damals sind allerdings heute etwas bequemer geworden. Wie eine „schwimmenden Ferienwohnung“ sind die verschiedenen Typen von Hausbooten mittlerweile ausgestattet. Sie sind sehr leicht zu manövrieren und haben die gängigen technischen Hilfsmittel an Bord: Betriebsanzeigen, Echolot, Funk oder Bugstrahlruder. Auf gar keinen Fall muss man auf fließend Wasser, Heizung, WC, die warme Dusche und mehrere (bis zu 4) Schlafkabinen verzichten. Dazu kommen noch Pantry, Sonnendeck, Badeplattform und sogar eine Außendusche. Gemeinsamer Treffpunkt neben dem Außendeck ist der hölzerne Salon zum Essen & Klönen, der an ein gutes altes Frachtschiff erinnert.

Wo Eltern so entspannt und bequem reisen können, steht gemeinsamen Aktivitäten, Entdeckungen und Naturbeobachtungen mit dem Nachwuchs nichts mehr im Weg. Der schon genannte unhektische Lebensrhythmus an Bord eines fahrenden Hausbootes lässt reichlich Zeit für die Familie, sich selbst oder die Wasserlandschaften draußen. Ob man also die Ufervegetation beobachtet, eine Runde schwimmt, in den Spielmodus schaltet, das Essen vom Hausboot aus angelt, mit einem Beiboot auf Erkundungstour geht oder Piratengeschichten vorliest – das liegt ganz an den großen und kleinen Bootskapitänen selbst. 

 


Die klassischen Reviere für Familienurlaub auf einem Hausboot liegen vor allem in den großen Binnenseen und der Mecklenburgischen Seenplatte, die beste Verbindungen bis nach Berlin hat. Besonders reisefreundlich ist auch
das „blaue Band“ Mecklenburgs, die Müritz-Elde-Wasserstraße, die an ihrer Mündung in die Elbe bei Dömitz beginnt und in Buchholz am Müritzsee endet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue Untersuchung für Gesundheitsurlaub in MV

admin 17. März 2009

Schwerin, 27.03.2009

Junge Männer, verheiratete Frauen und die Generation 65+ interessieren sich besonders für Gesundheitsurlaub
Nur jede Fünfte kann mit dem Begriff „Medical Wellness“ etwas anfangen

Entspannung und Bewegung sind die Hauptgründe für einen Gesundheitsurlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Dafür interessieren sich vorrangig gesundheitsbewusste junge Männer, verheiratete Frauen und die agile Generation der über 65-jährigen. Vier von fünf Urlaubern sind mit ihrem Aktivurlaub im Nordosten zufrieden bis sehr zufrieden gewesen. Allerdings kann nur jeder Fünfte etwas mit dem Trendbegriff „Medical Wellness“ anfangen. Das sind einige der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage in Deutschland sowie einer Befragung unter Gästen in Mecklenburg-Vorpommern (s. Anlage).

Die Studie „Gesundheitsorientierter Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern: Untersuchung zur Erwartungs-haltung der Gäste unter besonderer Berücksichtigung des Marktsegments Medical Wellness*“ wurde heute in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald von Wissenschaftlern und dem Wirtschafts- und Tourismusminister des Landes, Jürgen Seidel, vorgestellt. „Jetzt liegt erstmals eine fundierte Analyse zum Gesundheitstourismus und zur Zufriedenheit mit entsprechenden Angeboten in Mecklenburg-Vorpommern vor“, erklärte Seidel. „Die umworbene Zielgruppe von Reisenden, die etwas für ihr Wohlbefinden tun möchte, kann somit gezielter angesprochen werden.“ Mit 27,5 Millionen Übernachtungen im letzten Jahr hat das Land eine neue touristische Rekordmarke gesetzt. Schätzungen zufolge waren davon etwa 15 Prozent gesundheitstouristisch motivierte Aufenthalte. Die Studie wurde durch das Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Nachweisliche Qualität und Leistungen unter einem Dach
Nach einer bundesweiten Telefonbefragung mit über 1.000 Teilnehmern liegt Mecklenburg-Vorpommern unter den am besten für einen Gesundheitsurlaub geeigneten Bundesländern auf Rang 3 hinter Bayern und Schleswig-Holstein. Allerdings haben zwei Drittel der Befragten (64,2 %) noch nie einen Urlaub im Nordosten verbracht. 79,8 % können sich jedoch vorstellen, dort in Zukunft einen Gesundheits-urlaub zu verbringen. Als besonders offen für einen Gesundheitsurlaub in Mecklenburg-Vorpommern zeigen sich Personen in der Altersgruppe zwischen 45 und 75 Jahren. Für einen Gesundheitsurlaub findet sich eine Nachfrage primär im Frühling (35,7 %), gefolgt vom Herbst (26,6 %) und Sommer (18, 9 %). Die Dauer eines solchen Urlaubes sollte nach Ansicht der meisten Deutschen (71,9 %) mindestens eine Woche betragen. Besonderer Wert wird dabei auf Unterkünfte gelegt, die gesundheitsorientierte Leistungen unter einem Dach gebündelt garantieren sowie auf kompetentes Personal und Qualitätssiegel. Die Zahlungsbereitschaft ist für Entspannungsangebote und Programme zur Aktivierung des Körpers am höchsten. Erstaunlich gering sind Ernährungs-programme und Anwendungen mit ortsgebundenen Heilmitteln wie Kreide, Sole und Moor nachgefragt. „Nur wenige können zudem etwas mit Medical Wellness anfangen“, erläuterte Projektleiterin Prof. Monika Rulle. „Den Begriff kennt nur ca. jeder fünfte Deutsche (21,8 %). Fast alle (84,2 %) können sich jedoch etwas darunter vorstellen. Die Assozia-tionen gehen jedoch in sehr unterschiedliche Richtungen.“

Stärken und Alleinstellungsmerkmale herausstellen und bekannter machen
Die Gästebefragung mit über 900 Interviews in gesundheitstouristisch relevanten Einrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns hat ergeben, dass vier von fünf Nutzern zufrieden bzw. sehr zufrieden sind. Die meisten der abgefragten Gesundheitsangebote wurden jedoch von weniger als einem Viertel der Befragten in Anspruch genommen. Großer Beliebtheit erfreuen sich Untersuchungen und Coachings (34,8 %) und Entspannungsmöglichkeiten (22,4 %), vergleichsweise gering war die Quote bei Anwendungen mit ortsgebundenen Heilmitteln (9,6 %) und bei Ernährungsprogrammen wie beispielsweise Heilfasten (8,8 %). Gesundheitsorientierte Gäste kommen in 85,4 % der Fälle, um sich zu entspannen. Gesunde Ernährung steht bei 43,7 % der Besucher auf dem Programm. Ein weiteres Zeichen für hervorragende Arbeit in Hotels, Reha-Kliniken, Kurmittelzentren und Thermen ist der hohe Anteil der Befragten (77,9 %), die ihren Gastgeber als gut bzw. sehr gut für einen Gesundheitsaufenthalt geeignet einschätzen. Ähnlich hoch ist auch die Absicht, die besuchten Einrichtungen sicher weiterzuempfehlen (64,8 %). Weiterempfehlung durch Dritte ist für die Anwerbung neuer Gäste von großer Bedeutung. Mit Ausnahme der Rehabilitationskliniken wurden die Befragten in erster Linie durch Familie, Freunde oder Bekannte auf den Gastgeber aufmerksam, zweitwichtigste Informationsquelle war das Internet. Überzeugende Qualität bewegt die Gäste nicht nur zum Weiterempfehlen, sondern auch zur eigenen Wiederkehr: Fast jeder Sechste (14,9 %) war in den vergangenen fünf Jahren bereits dreimal oder öfter zu Besuch in Mecklenburg-Vorpommern. Unter erfahrenen Gesundheitsgästen ist der Begriff Medical Wellness übrigens etwas bekannter (37,3 %) als in der Gesamtbevölkerung.

„Die Umfragen haben generell ein sehr hohes Interesse der Deutschen an einem Gesundheitsurlaub in Mecklenburg-Vorpommern ergeben“, fasste Prof. Dr. Monika Rulle die Ergebnisse der Studie zusammen. Um daraus eine tatsächliche höhere Nachfrage zu generieren, seien zielgruppenspezifische Marketingkampagnen erforderlich. „Wer gezielt mit hochwertigen Leistungen in diesem Marktsegment werben möchte, muss die Wünsche der Menschen kennen und den individuellen Mehrwert seiner spezifischen Angebote deutlich darstellen“, unterstrich Seidel. Der Minister kündigte an, die Gemeinschaftsstudie der Universitäten Greifswald und Rostock allen interessierten Akteuren im Land zur Verfügung zu stellen. „Als Gesundheitsland haben wir bereits einen sehr guten Ruf, das hat die Untersuchung bewiesen. Um Gesundheitsland Nr. 1 zu werden, dürfen wir nicht nachlassen, das unverwechsel-bare Profil des Landes weiter mit qualitativ anspruchsvollen Produkten zu schärfen. Mit modernen Einrichtungen, einer faszinierenden Küsten- und Seenlandschaft bei angenehmen, gesundheitsfördernden klimatischen Bedingungen verfügen wir über die besten Voraussetzungen.“

Die Studie „GesundTour MV“ im Auftrag des Wirtschaftsministeriums und unter der Leitung der Greifswalder Expertin für Gesundheitstourismus, Prof. Dr. Monika Rulle, in Kooperation mit der Lehrstuhlinhaberin für Naturheilkunde an der Universität Rostock, Prof. Dr. Karin Kraft, und dem Greifswalder Versorgungsforscher vom Institut für Community Medicine, Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, wurde aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 114.125 Euro gefördert.
*Definition Medical Wellness gemäß der Studie: „Bei Medical Wellness handelt es sich um Angebote (unter ärztlicher Aufsicht), die der Prävention spezieller Krankheitsbilder und/oder der allgemeinen Gesundheitsförderung dienen.“