Habt ihr eure Großeltern, Onkels oder Tanten schonmal seltsam reden hören? So eine Art von Deutsch, dass für euch aber trotzdem kaum zu verstehen war? Dann hat es sich vielleicht um einen ganz alten Dialekt gehandelt, den man auch “Plattdeutsch” oder “Niederdeutsch” nennt.
Was ist ein Dialekt? Fachleute nennen das eine Art von Sprache, in der Erwachsene in lockerer, umgangssprachlicher Form miteinander reden. Hierbei werden die Sätze weniger nach Regeln, vielmehr nach Gefühl gesprochen. Der Dialekt bzw. die Mundart hängt immer stark mit einer Region zusammen, in der sie vorkommt. Das führt dazu, dass Menschen außerhalb dieser Region Dialekte oft gar nicht verstehen können – was ihr in Sachsen, in Hessen oder in Bayern bestimmt auch schon einmal gemerkt habt
Aber zurück zu unserem Plattdeutsch hier oben an der Küste. Als Niederdeutsch oder Plattdeutsch wird die im Norden Deutschlands sowie im Osten der Niederlande verbreitete Sprache genannt, die sich vor einigen Hundert Jahre aus dem Altsächsischen entwickelt hat. Die Sachsen wanderten durch das Land und brachten ihre Sprache mit – die sich mit der Sprache des Nordens vermischte und zum Plattdeutsch wurde. Interessant ist auch eine große Ähnlichkeit zwischen Niederdeutsch – Englisch – Friesisch, die ein Zeichen für den gemeinsamen Ursprung ist.
Weil es sich allerdings um eine regionale Mundart handelt, die kaum noch weitergegeben oder an der Schule gelehrt wird, sprechen heute immer weniger Menschen plattdeutsch. Die Standardsprache, die man für die bessere Verständigung aller Menschen in Deutschland im Alltag sprechen und schreiben soll, ist nach wie vor das so genannte Hochdeutsch. Trotzdem hier einige plattdeutsche Beispiele, die ihr bestimmt schonmal gehört habt:
“Vadder” – das heißt Vater
“Water” – das bedeutet natürlich Wasser
“Wie geiht di dat?” – Wie geht es dir?
“Moin Moin!” – Guten Morgen
“Voß” – der Fuchs
“Been” – das Bein
“snacken” – erzählen
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